Altes wieder aufgewärmt Teil 1
In anbetracht mangelnder Lust und Ausdauer, gibt’s jetzt mal ein paar aufgewärmmte Artikel des letzten Jahrzent’s:
Beginnen wir mit Emo-Uwes Beitrag aus dem Jahre 2003:
Wir kämpfen bis die Elbe in die Saale fließt und der Bus nach Moskau fährt in Halle-Diemitz ab !
‘Wir schreiben das Jahr 2003, es ist Donnerstag der 6.2. In den Veranstaltungsräumen der R78 lümmeln und tümmeln sich diverse vergnügungssüchtige Gestalten. Grund dieser Zusammenkunft ist das heute stattfindende Konzert mit Toxic Revenge (ausm Keller), Chainbreaker (aus Potsdam) und Coma (Schweden). Nach ewigem Gemähre gelingt es der ersten Band, die Bühne zu entern und loszulegen. Der Sound ist recht gut (Eigenlob), und ein paar der ca. 50 Leute vor der Bühne fangen an das Tanzbein zu schwingen. Nach dem ersten Lied ist erst mal Pause, weil Spalter “Seiten-Ripper” die erste E des Abends gemeuchelt hat. Die gute alte Spalt-Axt wird herangeholt und ausgepackt, gestimmt, Jahre gehen ins Land, und dann geht\’s doch noch weiter. Ein Lied lang, weil Spalter dann schon wieder mit nur 5 von 6 Seiten über die Ziellinie marschiert. Hurra Hurra, noch mal Pause, aber die Herren Radaubrüder auf der Bühne halten tapfer dem Gepöbel aus den Publikumsreihen stand und es stellt sich heraus, das der Tumor nicht einen Saxenwitz kennt. Dann geht\’s weiter, und die Jungs legen noch einen anständigen Gig hin. Toxic Revenge spielen momentan Misfits und Negative Approach nach, und präsentieren dann am Ende Ihren Sets einen ersten eigenen Song, der auf mehr hoffen lässt. Der Tumor ist ein erstaunlich guter Naturtalent-Frontmann, und der Background-Schreihals ist ja für seine stimmlichen Qualitäten durch SKR8 hinlänglich bekannt.Als nächstes sind die Herren von Coma an der Reihe, und die bedienen uns mit heftig-schnellem HC-Geballer-Krusten-Punkrock. Leider ist der Bass-Sound büschn mager und sehr grell, dafür ist die Mucke um so geiler, geht sofort ins Tanzbein und ich verstehe nicht ganz, wieso es den meisten im Raum nicht genauso wie mir geht. Die Schweden hauen uns gut 40 Minuten ihr Gedreschflegel um die Ohren und werden berechtigterweise dafür abgefeiert. Chainbreaker gehen musikalisch in die selbe Richtung wie Coma, aber der Sound ist um einiges fetter und die musikalischen Qualitäten der Herren auf der Bühne sind denen Comas ebenbürtig, was für beide Bands spricht. Auch hier sind die Publikumsreaktionen nicht ganz nachzuvollziehen, nur wenige bewegen sich, die meisten stehen nur rum, obwohl alle Bands viel Beifall ernten. Nach dem Konzi stehen WIR noch lange blöd rum und saufen/quatschen/feiern, was zur Folge hat das sich zwei Reisegruppen für den nächsten Abend bilden, um nach Potsdam zu fahren. Dort spielen nämlich Y(Berlin),Headless Horsemen (Australien), und Rambo (USA). Erstere zwei sah ich bereits im eigenen Revier und fand sie hammergeil, und Rambo werden ja im Moment eh gehypt, was mir schon mehrmals als völlig berechtigt bestätigt wurde.Wir trollen uns also in die Kisten, und am nächsten Tag kann ich es kaum erwarten das es 8 Uhr abends wird, denn dann ist Abreisetermin meiner Gruppe, bestehend aus FGT., Mrs.SB sowie meiner Wenigkeit lulu666. Nachdem ich mich endlich ausgeschissen hab ist es halb 9 und wir können los. Ich behaupte, sowieso als erster pinkeln zu müssen und will deshalb Außensitzer sein(3er Reihe im Monsterbus), die skeptische Bemerkung von SB, das sich das erst noch raustellen werde bestätigt sich indess als Tatsache, denn als FGT endlich an einer Abfahrt angelangt ist, sehen unsere Gesichter nahezu gleich verbissen aus, und als wir dann aus dem Gefährt stürzen ist klar zu erkennen, das hier nur in letzter Sekunde Schaden abgewendet werden konnte. Fotos gibts wie immer keine. Wieder druff uff die A9, in Pöbelztown runter und dann immer Richtung City, bis SB zugeben muss, dass sie keinen Plan hat wo wir sind und wir demzufolge anhalten und fragen müssen. Wir wählen eine BP-Tanke, und der Junge Mann der da grad Tabak und lange Papers kauft erscheint mir sofort als auskunftsfähige Persönlichkeit, aber während er Idiotensicher den Weg zum Black Fleck erklärt und wir uns sicher sind das alles gut wird präsentiert FGT das erste Highlight des Abends, als er aus der Hosentasche den Zündschlüssel in zwei Teilen zutage fördert und trocken feststellt, das wir jetzt ein Problem haben. Meine Halskrause schwillt ein wenig an, SB fordert zu Ruhe und Gelassenheit auf und FGT informiert darüber, dass er zufällig(!!!) ein ZWEITES SCHLOSS mithat! Wir versuchen also das alte abzubauen, was uns allerdings mangels Fachkenntnissen sowie Spezialwerkzeug nicht gelingt. Dafür gelingt es FGT den Zündmechanismus mit dem Schraubenzieher zu betätigen , die Karre springt an, ich gröhle, johle und feiere, SB kommt vom Klo und gröhlt mit, aber als wir rumgefahren sind und gerade die Tanke verlassen wollen zeigt sich, wo der Haken im Pfeffer liecht, nämlich am LENKRADSCHLOSS. \r\n\r\nToll, also wieder zurück, meine Halskrause schwillt wieder, das scheiß Schloss ist drin und geht nicht mehr raus, und wir gewärtigen erst jetzt, in was für ner erbährmlichen Gegend wir hier sind. 30 m weiter halten 3 Autos, denen 12 hässliche kurzhaarige Kunden entsteigen, die erst mal ne Runde rumgröhlen und mit Böllern durch die Gegend ballern. Gegenüber halten zwei Bullenwannen, glotzen aber nur dämlich zu uns rüber und fahren dann weiter. Ich lass mal eben unauffällig die Beruhigungstüte fallen und gucke lieb. Nachdem wir vergeblich versuchen, der beknackten Tankentante (”Ich gehe hier nicht raus um diese Zeit”) eine Zange, ein Telefongespräch oder wenigstens ein Telefonbuch zu entlocken, beschließen wir irgendwohin zu latschen und irgend einen Schlüsselfutzi zu finden, der uns für Unsummen irgendwie dazu verhilft, das wir diese wenig wirtliche Gegend heil und mit Gefährt verlassen. Nach kurzem Outfit-check unserer Reisegruppe entschließen wir uns, die Gegenrichtung zu den wenig freundlich ausschauenden Jugendlichen einzuschlagen und gelangen nach 200 Metern an eine Esso-Tanke. Wir wollen den Tankenonkel fragen ob er uns ma telefonieren lassen kann und ooch weiß mit wem am besten. Just in diesem Moment entsteigen einem Taxi zwei hammerstraffe Kunden, der eine ca 20 und sieht aus wie\’n Hool, der andere ca 40 und sieht aus wien Althippie, und ich denke “endlich normale Menschen”. Während der Junge den Tankenonkel 5x durch die Gegend schickt und dabei auch noch volleiert, erzählt uns der Alte unter Aufbietung seiner ganzen Kraft, das er genug Leute kennt die das können, die jetzt allerdings schon total prall in der Gegend rumliegen (interessanter Bekanntenkreis!?!), aber er erklärt uns wie wir das Ding mit roher Gewalt kaputtkriegen. Wir bedanken uns, gehen zurück, ich handele sogleich entschlossen, während FGT ob dieser von mir beabsichtigten Gewaltorgie skeptisch und zaudernd beiwohnt ( “mach bitte nich noch mehr in\’n Arsch”) rumse 3 mal mit dem Hammer volle Kanne auf die beschriebene Stelle und siehe da, es geht wieder. Plan 2 klappt auch, der kaputte Schlüssel lässt sich reinschieben, somit kann das Schloss nicht mehr einrassten. Dank an den unbekannten Alkoholiker!!! Also alles wieder rin inne Karre, dann zu dem Schuppen. Auto abstellen, rin ins Black Fleck, wo die Chainbreaker-Jungs am Einlass sitzen und sich wundern, dass wir erst so spät gekommen sind. Leider ist das BF so schmal und niedrig, das es keine Chance gibt zu sehen wer spielt, da der nette Schuppen mit den freundlichen Bierpreisen (0,5 Bex für 1,20!!!) gerammelt voll ist. Ich höre es aber beim 2. Lied was ich mitkriege, es sind Headless Horsemen und ihr super-astreiner Knüppel-Oldschool-HC, das heißt das wir Y verpasst haben aber Rambo noch spielen Also ist der Abend halbwegs gerettet, zumal mir als näxtes bekanntes Gesicht der 4-Sivits-Drummer über den Weg steuert, der, wie eingeweihte wissen, aus dem gleichen sächsischen Dorf stammt wie ich, in dem, wie noch eingeweihtere wissen, 2 göttergleiche Felleverdrescher vor geraumer Zeit das Licht der Welt erblickten. Große Freude über dieses ungeplante Treffen. Da die Bands auf ebener Erde spielen krieg ich also die letzten 3 !\r\n Lieder der auch nicht gerade groß gewachsenen Australier nur akkustisch mit, dafür stoßen wir nach dem Set auf die andere Saalepöbel-Reisegruppe, bestehend aus Tumor, Gott und dem RSH-Kassenwart sowie zwei Kumpels vom Tumor aus Dresden.Großes Hallo und Hellau, die Australier werden ebenfalls begrüßt, die total überrascht sind uns hier zu sehen und sich freuen. Memorys pur siehe bzw. höre betreffende Schlaffunk-Sendung (oder lieber nicht…). Wir sichern uns Getränke und Plätze in Reihe 2, als dann auch bald Rambo loslegen. Geiles Brett auf jeden, der Sänger sieht aus wie Samson mit Rastas und bewegt sich auch so, der Basser dagegen wie Bonsai-Osama (er ist höchstens 1,60 hoch)mit Redneck-Basecape. Der Laden tobt, fairer Pogo auf engstem Raum, und es gibt sogar 2 Verrückte, die von den Boxen diven und wegen der geringen Raumhöhe prompt an die rau verputzte Decke geknallt werden, was diese Patienten aber nicht davon abhält, das noch einige Male zu wiederholen. Ein Alarm ist in der Hütte, das es nur so splatattertette. Nach ner Stunde astreinem Geballer, Gemoshe und diversen witzigen und politischen Statements sowie 5 Zugaben hinterlassen Rambo (deren Symbol übrigens der RAF-Stern ist, nur halt mit R.A.M.B.O. statt R.A.F.) ein ausgepowertes und glückliches Publikum. Ich schwatz noch was mit ein paar Leuten von HH, während FGT und SB am Kicker eine vernichtende Niederlage hinnehmen müssen, dann ist es irgendwann Zeit Lebewohl zu sagen, ich lass mir noch mal hochheilig versprechen, dass HH mir ihr Tourvideo zukommen lassen (wer Bock auf das Teil hat kann schon mal anfangen um meine Gunst zu buhlen, harrharr!!!), es wird sich geherzt und dann geht\’s auf. Unser Gefährt, das ja offen draußen stand ist unversehrt, wir fahren durch die Nacht, verfransen uns noch mal in Babelsberg, schaffens dann aber doch irgendwie auf die A9 und “düsen” zurück, immer in der Angst, es könne wieder irgend was mit dem Schloss sein. Es ist aber nix mehr mit dem Schloss und da der GASBOWDENZUG auch erst 2 Kilometer vorm Ziel reißt lässt es sich locker verschmerzen, die Reststrecke mit Standgas und im Schnarchschneckenkriechtempo zurückzulegen. Wir beschließen ,uns heute nicht mehr zu wundern und verfügen uns in die Gemächer. Ich erwache 12:30, und mir fällt ein das ich eine halbe Stunde habe, um mich fertig zu machen und beim Tumor aufzuschlagen, da wir zu einer frühmorgentlichen Pöbelveranstaltung verabredet sind (Testspiel RSH gegen Aufbau). Waschen, Anziehen, Loslatschen, Ankommen, beim Tumor bimmeln der aufmacht und sich wundert, das ich es aus dem Bett geschafft habe. Ich mach mir noch ne Bemme, wir hören noch bissl Mucke, dann ist es aber Zeit aufzubrechen. Nachdem der Getränkeeinkauf im Plusmarkt wegen der lahmarschigen und allein um die vielen Kunden kämpfenden Kassiererin (für was bin ich eigentlich 89 auf die Straße gegangen?) noch seine Zeit in Anspruch nimmt (ich kaufe seit geraumer Zeit mal wieder Dosenbier und stelle fest, das 25 Oicent Pfand ganz schön viel für eine Blechdose sind, die man in einer halben Stunde austrinkt und dann ins Gebüsch pfeffert), fahren wir zum Aufbau-Platz, der sich in einem alten Industriegebiet in Diemitz, also am absoluten Arsch der Welt befindet. Der Chauffeur ist der RSH-Kassenwart. Jener zeigt auf eine Bushaltestelle in Diemitz und behauptet im vorbeifahren, dass der Bus nach Moskau dort abfährt. Wir lachen alle über diesen plumpen Verarsch-Versuch, der aber vehement als die reine Wahrheit verteidigt wird. Wie auch immer, Diemitz ist der Inbegriff der blühenden Landschaft, wirklich evil heruntergekommen, und wir schlagen einen Weg ein, von dem ich den Eindruck habe das er zu einem geheimen russischen Atomwaffenlager führt. Verschlungene Pfade, aber dann tut sich tatsächlich so was wie ein Fußballplatz vor uns auf. Es ist weit und breit keine Sau von uns zu entdecken. Wir schlussfolgern das das Spiel abgesetzt ist, kotzen ab das uns keiner Bescheid gesacht hat und machen erst mal n Bier auf. Gegenüber vom Sportplatz reißt gerade so ein Monster-Bagger die Halloren-Fabrik ab, geiles Endzeit-Szenario. Wir sind nun ein bisschen hilflos und überlegen was wir machen sollen. Irgend so ein Fuzzi in Sportklamotten kommt aus seiner Baude gelatscht und erklärt uns, dass das Spiel wegen Unbespielbarkeit des Rasens abgesagt worden is. Das sehen wir ganz anders, allerdings nützt das nu ooch nüscht und wir trollen uns unter Gemurre. Später erfahren wir das die Anderen zum VfL gegangen sind, worauf wir aber nicht kommen und demzufolge wieder nach Hause eiern. Auf dem Rückweg halten wir an jener eingangs erwähnten Bushaltestelle und schauen fassungslos und überwältigt, völlig baff und alle dummen Kommentare zurücknehmend auf ein Schild, auf dem steht: EURO-LINER HALLE-MOSKAU. Das Ding fährt 3x pro Woche nach Moskau über Smolenzk und zurück, eine Fahrt dauert ca 30 Stunden und kostet, wie nachfolgende Recherchen ergaben 143,- OI\’s hin und zurück. Ernsthafte Überlegungen, diese Reisemöglichkeit einmal für eine Gruppenreise zu nutzen, zB. zu den Moskau-Konzis der Bären werden derzeit besprochen. Ich beschäftige mich zu Hause erst mal mit meiner neu erworbenen Umsonst-Musik-Quelle (kazaa), um dann halb 9 ins Gig zu latschen und meine Pflicht zu erfüllen. Ich drehe diversen Leuten meine vegane Pampe an, schließe dann gegen 2 die Küche und begebe mich ins Waschhaus, wo ja der Käptn seinen Geburtstach feiert. Da is nur rumgesitze angesacht aber trotzdem nett, wir trinken und plaudern, ich mach mich in den frühen Morgenstunden mit ner Flasche Rotwein bewaffnet nach Hause und erlebe noch etwas Wunderbares, das ich nicht für möglich gehalten hätte, das allerdings hier auch kein Schwein was angeht.Ich erwache 10 vor 4 und brauche 40 Minuten, bis ich im Gig aufschlage, denn da ist ja heute das Sonntags-nachmittags-Konzert mit 4 Sivits und 3 anderen säxischen HC-Kapellen angesagt. Dieses ist schon gut mit diversem Elbe- und Saalepöbel gefüllt, und gegen 5 legen dann als erstes Cheap Stuff los. Die Band spielt wunderbar schnellen HC/Punkrock mit Mitgröhl-Refrains und die Stimmung ist sofort da. Irgendwie sind alle tierisch in Party-Laune, was ja leider im Gig eine Seltenheit geworden ist. Um so erstaunlicher, wie viele Leute es Sonntag Nachmittag aufn Konzi schaffen. Ich beschließe nun erst mal Gott in der Küche zu helfen und verpasse auf diese Weise Eloquent und bis auf die Zugabe Tangeled Lines, weil ca. 1000 Fressgeile versuchen mir eine Glatze zu knabbern. Zum Anpfiff des 4-Sivits-Sets machen wir die Küche dicht, denn diesem Spektakel fern zu bleiben ist weder die Absicht von mir noch von Gott. Die Sivits entern die Bühne im Bauarbeiter-Schnauzbart-Vollproll-Outfit, und die Party kann beginnen. Der Mob fängt an zu toben, beim dritten Lied fliegen die ersten Leute von der Bühne, und die folgende Action zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Der Amüsierpöbel zeigt wie gefeiert und sich gepflegt daneben benommen wird, so wie es selbst zu besten Gig-Zeiten nur selten der Fall war. Die Sivits legen eine Pause ein, stellen ihren neuen Gitaristen vor, der als Elektriker verkleidet ist, sich aber der Forderung aus dem Publikum, seinen Phasenprüfer zu zeigen, standhaft verweigert. Im Folgenden Programmteil werden Leute, denen die Sivits danken wollen, nacheinander auf die Bühne gebeten. Jeder bekommt nach Aufzählung seiner hervorragenden Leistungen einen Pionierausweis überreicht. Wer mag verlässt die Bühne mit einem Sprung und lässt sich noch ein bisschen durch den Raum tragen. Als es dann weiter geht sind bei allen Feierwilligen die letzten Hemmungen gefallen, der Diververkehr nimmt Rush-hour-ähnliche Dimensionen an, das Volk pogt und feiert und pöbelt, und als dann nach x Zugaben Sense ist wird einstimmig festgestellt, das Halle die beste Außenbaustelle des Sivits-Klans ist. Es wird noch weiter gefeiert, gelabert, Kontakte getauscht, 4 Bescheuerte haben immer noch nicht genug und tragen sich abwechselnd durch den Raum. Alle sind kollektiv der Ansicht, die beste Party seit langer Zeit gefeiert zu haben. Nochn Bier und nochn Bier und nochn Bier, dann ist es irgendwann gut und Zeit nach Hause zu gehen, wieder rührende Abschiedsszenen, dann latschen Mrs. SB und ich gen Heimat. Unterwegs begegnen wir noch einem Grüppchen älterer Herrschaften in feinem Zwirn, während die Damschaften in schickem Pelz flanieren. Meiner lautstarken Kritik an dieser Art Bekleidung wird nicht argumentativ gekontert, im Gegenteil, zügig klackern die Absätze. Zu Hause setze ich mich noch kurz hin, und wie ich so an meinem Einschlafbier nuckel und die Ereignisse dieses langen Punkrock-Wochenendes revue passieren lasse ist mir einmal mehr bewusst, weshalb es noch immer spannend ist und verdammt viel Spaß macht, Teil der geilsten Jugendbewegung der Welt zu sein! Wer diesen Satz anders versteht als er gemeint ist darf sich was wünschen.
Saale- und Elbepöbel United!!!














